08. Oktober 2026

FPÖ-Antauer: „Voll im Zeitplan! Ab 2028 gibt es zehn ACN-Standorte in NÖ“

Jetzt Ausschreibungen der Standorte – bisher bereits 49.000 ACN-Interventionen in NÖ

„Da für uns die Gesundheit und Versorgungssicherheit unserer Niederösterreicher an erster Stelle stehen, schreiben wir dem Ausbau der ACN-Standorte eine hohe Priorität zu. Die ACN-Standorte tragen zur Optimierung der Versorgungsqualität, zur Stärkung des Rettungswesens und zur Reduktion von Hospitalisierungen bei“, informiert FPÖ Niederösterreich Landesrat Martin Antauer.

Konkret sind derzeit mit Baden/Leobersdorf, Bruck/Leitha, Haag (Bezirk Amstetten), Stockerau (Bezirk Korneuburg), St. Pölten und Waidhofen an der Thaya sechs ACN-Pilotstandorte über NÖ verteilt. Ab Herbst 2026 erfolgen nun als erster Schritt die Ausschreibungen für insgesamt zehn Standorte, deren Zuschlag bis Jahresende 2026 erteilt werden soll.

Im zweiten Schritt erfolgt dann die Ausbildung bzw. Auswahl des qualifizierten Akut-Pflegepersonals (ACN, englisch: Acute Community Nurse), sodass im dritten Schritt ab dem Jahr 2028 der Regelbetrieb beginnt und auf zehn Standorte in NÖ ausgerollt wird.

Christian Fohringer, Geschäftsführer von Notruf Niederösterreich, stellt klar: „Die Acute Community Nurses (ACN) ersetzen keine Notärzte. ACN kommen dort zum Einsatz, wo Patienten akute pflegerische Probleme haben oder rasch Hilfe brauchen. Der große Pluspunkt der ACN ist ihre Doppelqualifikation aus diplomierter Gesundheits- und Krankenpflege und Notfallsanitäter-Ausbildung, also die Kombination aus medizinischer Kompetenz, pflegerischem Fachwissen und rettungsdienstlicher Erfahrung. Allein heuer wurden ACN von den aktuell sechs Standorten mit sieben Einheiten zu knapp 10.000 Patienten entsandt.“ Seit dem Start des Pilotprojekts im Mai 2020 in Bruck gab es bis dato knapp 49.000 ACN-Interventionen in NÖ. „Also gut 63.000 Einsatzstunden“, zieht Fohringer zufrieden Bilanz.

Die medizinische Leiterin von Notruf Niederösterreich Nicole Kordina erklärt: „Das ACN-System hat eine lückenschließende Funktion und ist somit eine wichtige, weil zusätzliche Versorgungsressource. Durch die Intervention einer ACN können zudem viele Krankenhaustransporte und -aufenthalte vermieden werden.“ Die Pflegedienstleitung Ursula Pechhacker führt weiter aus: „Viele Patienten mit zum Beispiel Versorgungsdefiziten, palliativen Schmerzsituationen oder sozialen Problemlagen können nämlich direkt vor Ort fachgerecht versorgt werden. Dies führt wiederum zu einer höheren Lebensqualität der Patienten.“

Abschließend betont Landesrat Martin Antauer: „Wir sind absolut im Zeitplan. Wir setzen genau das um, was im Gesundheitsplan, der von allen Parteien außer den Grünen mitgetragen wird, verankert ist. Die wohnortnahe Versorgung wird durch die ACN-Kräfte gestärkt, zudem werden der Rettungsdienst sowie die Krankenhäuser entlastet.“

Zur englischen Bezeichnung Acute Community Nurse meint Antauer: „Primär zählt, dass alle Patienten vor Ort eine rasche, qualifizierte Versorgung erhalten. Damit alle Niederösterreicher die Bezeichnung ACN auch wirklich verstehen, werden wir demnächst eine deutsche Bezeichnung für die mobilen Akutkräfte finden.“

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